Agrelo, Luján de Cuyo, Mendoza
Huarpe
Zwei Lagen in Mendoza, Agrelo und das hochgelegene Gualtallary, und ein Önologe mit Stationen in Deutschland und Südtirol.
Huarpe ist ein Weingut in Agrelo im Gebiet Luján de Cuyo. Es ist der traditionelle Kern des Weinbaus in Mendoza, südlich der Stadt, und die Heimat des Malbec, Argentiniens wichtigster Rebsorte. Seit 2016 arbeitet Huarpe mit Riglos zusammen, einem Projekt zweier Freunde aus Buenos Aires, Darío Werthein und Fabián Suffern. 2002 suchten sie Schwemmlandböden, Höhe und große Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen. Sie fanden all das in Gualtallary im Valle de Uco, zu einer Zeit, als dort kaum jemand von außen investierte. Der Name Riglos stammt von einem kleinen Ort in der Provinz La Pampa, wo sich ihre eingewanderten Vorfahren Anfang des 20. Jahrhunderts niederließen. Das gemeinsame Haus Huarpe Riglos Family Wines bewirtschaftet heute zwei Weingärten. Finca Las Catalinas liegt in Agrelo, Finca Las Divas in Gualtallary, wo das Team zu den Ersten gehörte, die Cabernet Franc pflanzten. Las Divas ehrt Frauen aus Kunst und Bühne, von Édith Piaf bis zur Tangosängerin Tita Merello. Verantwortlich für den Keller ist Mitgründer José Hernandez Toso. Seine erste Lese erlebte er mit 17 im Familienweingut Toso. Er studierte Weinbau und Önologie in Heilbronn, forschte am Institut in Weinsberg und arbeitete bei J. Hofstätter in Südtirol sowie bei Graf Adelmann in Baden-Württemberg. Sein Ziel sind elegante, frische und ausgewogene Weine.
Terroir
Beide Weingärten liegen am Fuß der Anden, wo die Höhe die warme Breitenlage ausgleicht. Finca Las Catalinas in Agrelo (Luján de Cuyo) liegt auf 950 m. Die tonreichen Böden speichern Wasser und verlangsamen die Reife, und Tröpfchenbewässerung hält die Erträge niedrig und die Beeren klein. Hier wachsen Malbec, Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Tannat. Finca Las Divas liegt auf 1.350 m in Gualtallary, im höheren und kühleren Valle de Uco. Die Böden sind karg, gut drainiert und bestehen aus sandigem Lehm mit Flusskieseln des Las Tunas. Intensive Sonne und kalte Nächte bringen dickere Beerenhäute und natürliche Säure.



